McAfee-Bericht: Die gefährlichsten Promis im Netz

Ruby Rose - Gefährlichster Promi 2018
Ruby Rose, Foto von Eva Rinaldi [CC BY-SA 2.0 ] via Flickr.com
Wie jedes Jahr hat das IT-Sicherheitsunternehmen McAfee auch 2018 untersucht, von welchen Promis im Internet die größte Gefahr ausgeht. Herausgekommen ist eine Liste von zehn Promis, die ihr besser nicht googelt.

Bereits das zwölfte Mal in Folge hat McAfee untersucht, welche Prominenten die größte Gefahr für Suchanfragen im Internet darstellen. Unter den Top 10 sind vor allem Schauspielerinnen und Personen aus dem Reality-TV. Lediglich ein Mann hat es unter die oberen Zehn geschafft. Im vergangenen Jahr sah das noch anders aus. Mit Avril Lavigne lag eine Musikerin auf dem ersten Platz. Im diesjährigen Ranking ist Adele mit Platz 21 die „gefährlichste“ Musikerin.

Erst denken dann klicken

Onlinebetrüger nutzen Trends und damit verbundene Persönlichkeiten, um ahnungslose Nutzer auf infizierte Webseiten zu locken. Über solche infizierte Webseiten kann der Rechner mit Malware infiziert werden oder es wird versucht, an persönliche Daten des Nutzers zu gelangen. Dabei machen es die Internetnutzer den Betrügern viel zu oft viel zu leicht. Zu häufig würden vor allem Schnelligkeit und Bequemlichkeit im Vordergrund stehen, weshalb oft unbedarft auf verdächtige Links geklickt wird. „In unserer vollständig vernetzten Welt ist es nötig, dass Nutzer zuerst denken bevor sie klicken, um sicher zu sein, dass sie auf Seiten mit sicheren digitalen Inhalten landen und sich so selbst vor Onlinerisiken schützen, die genutzt werden könnten, um Geräte zu infizieren oder deren Identität zu stehlen.“ Resümiert Gary Davis, Chief Consumer Security Evangelist bei McAfee.

Für die Studie wurde der Name der Personen mit den Suchbegriffen Torrent, Free Torrent, Sex Tape und Free Pics kombiniert. Alles also eher Suchworte, die einen eher selten auf bekannte und große Webportale führen. Die Suchergebnisse wurden dann von McAfee gescannt. Abhängig von deren Gefärdungspotenzial wurde der Webseite ein Punktewert zugeordnet. Diese Punktewerte wurden letzten Endes genutzt, um alle gesuchten Promis in einem Ranking zusammenzufassen.

Das Ranking

In der Tabelle findet ihr die zehn gefährlichsten Promis des Jahres, zumindest was die englischsprachigen Suchergebnisse angeht. Für den Fall, dass ihr auch jemanden aus der Liste nicht kennt, ihr aber jetzt Angst habt zu googlen, findet ihr in der Tabelle auch eine kleine Info, woher man die Person kennen könnte.

RangNameBemerkung
1 Ruby Rose Schauspielerin, "Orange Is The New Black"
2 Kristin Cavallari Schauspielerin und Model, Reality-TV
3 Marion Cotillard Schauspielerin, "Assassins Creed" und "La vie en rose"
4 Lynda Carter Schauspielerin, "Wonder Woman" (70er-Jahre Serie)
5 Rose Byrne Schauspielerin "X-Men: Apocalypse"
6 Debra Messing Schauspielerin "Will & Grace"
7 Kourtney Kardashian
8 Amber Heard Schauspielerin, "Justice League"
9 Kelly Ripa Schauspielerin und Moderatorin, "30 Rock"
10 Brad William Henke Schauspieler, "Orange Is The New Black" und "Sneaky Pete"

So seid ihr sicher im Internet

Zum Schluss geben die Verfasser der Studie noch ein paar Tipps, wie man sich selbst vor gefährlichen Webseiten schützen kann. Eigentlich umfasst der Slogan „Zuerst denken, dann klicken“ schon alles. Bevor man eine Seite besucht oder dort etwas runterlädt sollte man sich fragen, ob die Webseite vertrauenswürdig ist. Oft werden auf dubiosen Seiten Trailer, Filme oder Downloads schon vor deren offiziellem Release beworben. Oder eigentlich kostenpflichtige Produkte werden zum kostenosen Download angeboten. Generell sollte man immer dann vorsichtig sein, wenn Dinge angeboten werden, die ganz sicher nicht im Interesse der betroffenen Person sind.

Halte dein System auf dem neuesten Stand. Sorge immer dafür, dass dein Rechner immer auf dem neuesten Stand ist. Halte Treiber und Software immer auf dem Laufenden. Das gilt natürlich auch für deinen Virenschutz.

Besorg dir zusätzlichen Schutz

Auch Virenschutz und eine Firewall bieten aber keinen absoluten Schutz. Inzwischen gibt es zahlreiche Browser-Erweiterungen oder Plugins, die vor Phishing, Malware und anderen Gefahren schützen sollen. Viele davon sind kommerziell, es gibt aber auch freie Software. Ein bekanntes Plugin für alle gängigen Browser ist NoScript. NoScript verhindert beim Besuchen von Webseiten, dass dort JavaScript, Flash oder Silverlight ausgeführt werden. Darüber hinaus blockt es noch eine Reihe weiterer Scripte, die grundlegend geeignet sind, Schadsoftware zu installieren. Falls es Kinder gibt, die ebenfalls das Internet nutzen ist auch eine Kindersicherung zu empfehlen. Kindern fehlt es an Erfahrung und Wissen, um Gefahren im und aus dem Internet korrekt einschätzen zu können. Besser man schützt sie deshalb von Anfang an vor unseriösen und gefährlichen Webseiten.

Der Link kann viel verraten

Viele unseriöse Webseiten lassen sich bereits an der URL erkennen. Die URL vieler unseriöser Webseiten bestehen aus Ziffern und Buchstaben und ergeben keinen Sinn. Oder sie orientieren sich gezielt an bekannten Webseiten, um den Eindruck zu vermitteln, es handele sich um das Original. Dann wird beispielsweise der Originalname einer Webseite, beispielsweise troelfzehn.de genommen und als Subdomain genutzt. Hinter troelfzehn.de würden dann also noch eine oder zwei Domainnamen und die Domainendung kommen.

Kurzlinks enttarnen

Auch seit einer Weile gerne genutzt für die Verschleierung von schädlichen Links werden Linkshortener wie bitly.com oder goo.gl. Wenn man sich nicht sicher ist, ob man der Quelle des Links trauen kann man Dienste wie www.checkshorturl.com nutzen. Gibt man dort eine verkürzte URL ein wird einem der versteckte Link angezeigt. In der Regel wird auch ein Vorschauthumbnail der Seite erstellt.