Frankreich führt überraschend Digitalsteuer ein

Anfang Dezember einigten sich Vertretet Frankreichs und Deutschlands eigentlich darauf, dass eine Digitalsteuer nicht vor 2021 eingeführt werden solle und es keine Alleingänge geben darf. Nun, knappe zwei Wochen vor Jahresende überrascht Frankreich mit der Nachricht, dass man nun doch alleine eine Digitalsteuer einführt und dies schon zum Jahresstart 2019.

Geplant war ursprünglich, für Digitalkonzerne mit einemUmsatz von 750 Millionen Euro weltweit und 50 Millionen in Europa mit einerErtragssteuer in Höhe von drei Prozent zu belegen. Im Visier warenWerbeumsätze, Umsätze aus dem Datenhandel sollten außen vor bleiben. Eingeführtwerden sollte die Steuer nicht vor 2021. Wenn es bis dahin keinen europäischen Kompromiss gibt wollten Deutschland und Frankreich die Steuer im Alleingangeine Steuer einführen.

Macron immer mehr unter Druck

Nun hat Frankreich verkündet, die Steuer bereits in zwei Wochen, zum Jahreswechsel einzuführen. Anders als ursprünglich geplant soll auch der Datenhandel besteuert werden. Der Alleingang resultiert vermutlich aus den Protesten der Gelbwesten in den letzten Wochen und Monaten. Auf deren Druck hin machte Macron diverse Zugeständnisse. Teure Zugeständnisse. Erst kurz zuvor hat Frankreich angekündigt, dass man die Haushaltsvorgaben der EU wohl nicht einhalten wird und die Defizitgrenze von drei Prozent nicht wird einhalten können.

Quelle: https://netzpolitik.org/2018/ab-1-januar-2019-frankreich-fuehrt-digitalsteuer-ein/